Seit mehr als zehn Jahren arbeiten wir mit zahlreichen pädagogischen Einrichtungen in ganz Schleswig-Holstein erfolgreich zusammen. Über 400 Kindertagesstätten, Schulen und Institutionen der Jugend- und Erwachsenenbildung haben bereits unsere umfangreichen Kursangebote genutzt. Alle Trainer sind durch besondere Qualifikationen und Fortbildungen in den Arbeitsfeldern Gewaltprävention, Sozialpädagogik und Sportwissenschaften geschult, geprüft und zertifiziert.

Die Unterrichtskonzepte und Methoden sind in Zusammenarbeit mit Kriminalpolizei, Psychologen und Fachleuten der Gewaltforschung an der Universität Kiel entwickelt worden. Dabei ist uns die kontinuierliche Weiterentwicklung und individuelle Anpassung an gruppenspezifische Belange der Projektgruppen sehr wichtig. Diese Aspekte zeichnen die Qualität unserer Arbeit aus, die mit Offenheit, Transparenz und Engagement nur mit Lehrkräften, Pädagogen und Eltern gemeinsam geleistet werden kann.

Insbesondere die Förderung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen ist Ziel unserer Kurse. Die Kinder sollen in erster Linie verstehen, dass Gewalt keine Lösung für Probleme ist. Dazu ist es wichtig, soziale Fähigkeiten wie Höflichkeit und Nachsicht, Selbstwahrnehmung und Empathie zu schulen. Den Kindern soll ein Spiegel vorgehalten werden, in dem sie ihr eigenes Handeln sehen und verstehen lernen.

Wir verstehen Gewalt als verbale oder körperliche Eskalation eines Konflikts. Bereits als Kinder entwickeln wir früh bestimmte Strategien, wie wir in solchen Situationen reagieren. Dabei können sich Rollenmuster verfestigen, wie zum Beispiel ein Rückzug in die Opferrolle oder eine höhere Gewaltbereitschaft als Täter. Konflikte bergen jedoch auch die Möglichkeit einer konstruktiven Auseinandersetzung, bei der beide Seiten gewinnen können.

Der KSH-Kurs „Gewaltprävention“ wird im Allgemeinen einmal pro Woche, über einen Zeitraum von 5 Wochen stattfinden, um den Kindern die Chance zu ergeben das Erlernte anzuwenden und zu verinnerlichen. Falls bei Ihnen Interesse entstanden sein sollte, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, uns und unsere Arbeit in einer kurzen Präsentation im Zeitraum des morgendlichen Schulgeschehens, auf Elternabenden oder Schulkonferenzen vorzustellen. Weitere Informationen können Sie auch jederzeit bei ihrem zuständigen KSH-Projektleiter oder in einer unserer Geschäftsstellen erhalten.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Die Ursachen für aggressives Verhalten sind sehr vielfältig. Auch Kinder haben Aggressionen. Die spielerische Sensibilisierung für diese Thematik sollen die Hemmschwellen zur Anwendung von Gewalt ausbauen und friedliche Verhaltensalternativen bestärken.

Der Unterricht ist der Altersgruppe entsprechend aufgebaut. Üblicherweise unterrichten wir die Vorschulkinder, da wir den noch jüngeren Kindern kein falsches Bild vermitteln oder gar Ängste in ihnen hervorrufen möchten. Dies kann durch mangelndes kognitives oder kommunikatives Verständnis der Fall sein.

Die Kursinhalte werden unter gewissen Verhaltensregeln geschult und je nach Aufnahmefähigkeit der Gruppe, den Ansprüchen und Fähigkeiten der Kinder angepasst. Gruppendynamische Spiele nehmen insbesondere in dieser Altersgruppe einen hohen Stellenwert in den Kursunterrichten ein.

In erster Linie möchten wir den Schüler/innen zeigen, wie wir Konflikte vermeiden können. Die KSH hat es sich zur Aufgabe gemacht, Konfliktmechanismen aufzuzeigen, zu durchbrechen und den Kindern durch bewusste Verhaltensschulung zu vermitteln, wie Konflikte entstehen, wie sie schon im Vorfeld erkannt und durch richtiges Handeln vermieden, entschärft oder gelöst werden können.

Das Ziel ist die Vermeidung von Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen. Wichtig ist es, dass die KSH-Ausbilder die Schülergruppen in ihrem alltäglichen Klassenverband antreffen. Das Erkennen des sozialen Gefüges und ihres individuellen Charakters ist eine wichtige Grundlage zur gezielten Bearbeitung von internen Gruppenproblemen.

Das Aufbrechen von verfestigten Rollenmustern, falschen Ansprüchen und Erwartungen sowie übertriebenen Konkurrenzdenkens innerhalb sozialer Gruppen kann erheblich zu einem friedvollen Miteinander beitragen. Durch die intensive Förderung sozialer Kompetenzen werden die Kursteilnehmer sensibel für ihre eigenen und die Grenzen anderer Menschen – auf körperlicher wie auch auf geistiger Ebene.

Wir vermitteln den Teilnehmer/innen, Gewaltsituationen realistisch einschätzen zu können, ohne Ängste zu schüren. Ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten mit Konflikten umzugehen, sollen erweitert werden, um damit ihr Selbstbewusstsein zusätzlich zu stärken. Die aktive gewaltfreie Selbstbehauptung ist dabei ein wichtiger Baustein.

Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass durch unsere Projekte ein friedliches und rücksichtsvolleres Verhalten der Kursteilnehmer/innen gefördert wird und sie sich in Konfliktsituationen selbstsicherer fühlen. Auch zurückhaltende Teilnehmer/innen profitieren von den Inhalten und fühlen sich gestärkt. Die Sensibilisierung für die Thematik Gewalt und die gezielte Schulung sozialer Kompetenzen wirken sich positiv und übergreifend auf den Unterricht und den Umgang der Kursteilnehmer untereinander – in der Schule als auch daheim und in der Freizeit – aus.

Die gewünschte nachhaltige Wirkung der Projekte setzt eine entsprechende Mitwirkung der Lehrkräfte und natürlich der Eltern voraus. Deshalb erhalten die Kursteilnehmer Hausaufgaben in Anlehnung an die Kursinhalte. So bekommen auch Personen, die nicht an den Kursen teilnehmen, einen Einblick in die Unterrichtsthemen und können sich aktiv an der Bearbeitung beteiligen.

Die KSH-Kurse im Schulbereich werden seit Jahren sehr erfolgreich an vielen Schulen angeboten. Selbst durch kleinste Impulse sind in den Klassen große Effekte erzielt worden und die Kursteilnehmer haben ein positives Selbstwertgefühl für sich gefunden. Die KSH bietet mehrere Kurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten an, die aufeinander aufbauen und so den Schüler/innen einen dauerhaften Leitfaden für das Leben geben können.

Lehrpläne

Ziel 
 Kennenlernen der verschiedenen Stufen der Gewalteskalation
Schutz vor Gewalt

Zweck
Die Kinder lernen, wie sie frühzeitig aus der Gewaltspirale herauskommen und somit die Opferrolle verlassen, ohne dabei in die Täterrolle zu geraten. Im Grundkurs wird vermittelt, wie Gewalt entsteht und sich in Stufen / Phasen entwickelt.

Inhalte
 Wie entsteht ein Streit? Wie kommt es zu Gewalt?
– Warum habe ich Angst? Was bedeuten die Symptome?
– Die Angststarre – Jeder hat sie und was kann man dagegen machen.
– Einsatz der eigenen Stimme: WAS sage ich WANN und WIE 
– Einsatz der richtigen Körpersprache: WIE wirke ICH auf ANDERE
 Körpersprache, Blickkontakt und Stimme in Einklang bringen

Methoden
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele.

Teilnahmebedingungen: Keine 
Dauer:
5 Stunden á 45 Minuten

 Erkennen und setzen eigener Grenzen
 Aktive Förderung der Klassengemeinschaft

Zweck
Um die eigene Wahrnehmung und die des Umfeldes zu erkennen, muss das Bewusstsein besonders gefördert werden. Im Aufbaukurs wird vermittelt, wie Grenzen gesetzt, behauptet und wahrgenommen werden können. Diese Stufe baut auf dem Erlernten aus dem Grundkurs auf.

Inhalte
 WEM kann ich vertrauen und WEM nicht
 Wahrnehmung anderer Menschen und Förderung der Zivilcourage
 Nonverbale und verbale Selbstbehauptungstechniken
 Stärkung der Wahrnehmung des eigenen Körpers
 Kanalisierung von Aggressionen und motorischem Bewegungsdrang
 Einsatz und Ausbau von körperlichen Fähigkeiten

Methode
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele.

Teilnahmebedingungen: Grundkurs absolviert
Dauer: 5 Stunden á 45 Minuten

Ziel

Ziel
 Gewaltfreie Lösungen von Konflikten
 Grundlagen der Streitschlichtung und nach “Regeln” streiten
– Beziehungsgründung und -pflege

Zweck
Auch wer nicht selbst in einen Streit geraten ist, kann einen anderen Streit schlichten. Dies bedarf einiger Regeln, um nicht selbst in den Streit involviert zu werden. Im Aufbaukurs 2 wird vermittelt, wie man als Moderator in einem Streit helfen kann. Basis hierfür bilden der Grundkurs und der Aufbaukurs 1.

Inhalte
Was sage ich WEM und WIE
WEN schaue ich an
Halte ich meine Meinung zurück
Gesprächs- und Verhaltensregeln
Erleben von Konflikten und Umgang mit Konflikten 
Wie kann ich streiten, ohne zu verletzen 

Methode
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele.

Teilnahmebedingungen: Grundkurs und Aufbaukurs 1 absolviert
Dauer: 5 Stunden á 45 Minuten

Ziel
– Zweckmäßige Hilfe- richtig und zielgerichtet
– 
Hilfunterstützung und -heranziehen durch das Umfeld
– 
Selbstbehauptung gegen fremde Erwachsene

Zweck
Auch gegen fremde Erwachsene sollte man sich im Notfall behaupten können. Zeigt dieses jedoch keine Wirkung, muss man Hilfe von anderen aus der Umgebung holen. Dies gilt auch, wenn ein Streitschlichten aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist. Unter Einbeziehung des Erlernten aus dem Grundkurs und Aufbaukurs 1 und 2, lernen die Schüler den Umgang mit den Situationen.

Inhalte
– 
Wie rede ich mit anderen
WEN schaue ich WIE an
Wie wirkt meine Körpersprache
Wie mache ich im Notfall auf mich aufmerksam
Was mache ich, wenn ich festgehalten werde
Wie hole ich Hilfe unter “Stress” oder wenn ich niemanden in greifbarer Nähe habe 

Methode
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele.

Teilnahmevoraussetzung: Grundkurs und Aufbaukurs 1 und 2 
Dauer: 
5 Stunden á 45 Minuten

Ziel 
Entwicklung der zivilisatorischen Sensibilität in Bezug auf Gewalt
Verständnis für Hintergründe und Entstehung gewalttätigen Handelns
Selbstschutz mit dem Lerneffekt der Vermeidung Opfer von physischer und psychischer Gewalt werden
Gewaltprävention bezogen auf das direkte Umfeld / Schutz der anderen potentieller Opfer

Zweck
Um in einem Konflikt sicher auftreten zu können, und damit nicht Opfer einer Gewalttat zu werden, ist ein Basiswissen über Gewaltentstehung sowie eine Schulung der richtigen Körpersprache notwendig. Dieses Wissen wird in diesem Kurs vermittelt.

Inhalte
Körperliche und seelische Gewalt im Alltag
Abneigung gegen Gewalt entwickeln
Vereinfachstes Erklärungsmodell für Gewalt
Übungen über Selbstkontrolle
Richtiges Handeln in Gewaltsituationen
Körpersprache, Blickkontakt und Stimme in Einklang bringen

Methoden
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele.

Teilnahmebedingung: Keine
Dauer: 5 Stunden á 45 Minuten

Ziel
Streitschlichtung zwischen Mitschülern im Rahmen von Konflikten
Sicheres Auftreten bei Auseinandersetzungen
Vermittlungsfunktion bei Streitigkeiten als Moderator

Zweck
Um den größtmöglichen Erfolg bei einer Streitschlichtung zu erzielen, bedarf es eines Basiswissens in der Gewaltentstehung sowie einer Schulung im sicheren Auftreten. Dies gilt besonders für die Körpersprache. Die Besonderheit bei Streitschlichtern ist, dass sie als mittelbare Betroffene in den Streit eingreifen müssen. 

Inhalte
Die Stufen der Gewalteskalation
Gesprächs- und Verhaltensregeln
Nonverbale und verbale Selbstbehauptungstechniken
Sensibilisierung in der Wahrnehmung von Streitigkeiten auf dem Schulhof 
Die Funktion des Moderators 
Einsatz von Körpersprache, Blickkontakt und Stimme

Methoden
Lehrgespräche (unter Einbeziehung der Klasse und aktueller Vorkommnisse), Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen und Rollenspiele

Teilnahmebedingung: Grundkurs Klasse 7 und Benennung zu einem Streitschlichter von dem Schulleiter
Dauer:
6 Stunden á 45 Minuten

Ziel
Verständnis und Umgang mit Gewaltsituationen und Aggressionen
Individuell und zielgerichteter präventiver Einfluss auf Schüler

Zweck
Verstehen der soziologischen Hintergründe im Bezug auf Gewaltprävention.

Inhalte
Das Phänomen Gewalt
Instrumente der Gewaltprävention
Definition der Gewalt / Typen der Gewalt
Typen der instrumentellen Gewalt
Wege zu einer gewaltfreien Kommunikation
Mobbing
Übungen und Techniken zum Verhindern und Unterbinden von physischer und psychischer Gewalt


Methoden
Kursvorträge des Kursleiters, Lehrgespräche, Gruppendiskussionen, Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen, Rollenspiele


Teilnahmebedingungen:
Keine 
Dauer:
12 Stunden á 45 Minuten

Ziel
Sicheres Auftreten und Streitschlichtung im Rahmen von Konflikten bei Schülern 
Vermittlungsfunktion bei Streitigkeiten
Vermeidung selbst Opfer von Gewalt zu werden


Zweck
Auch Lehrer und Angestellte der Schule können Opfer der Gewalt von Schülern werden. Dieser Kurs dient dem Zweck später schlichtend in einen Streit eingreifen zu können, ohne dabei selbst Opfer des Konflikts zu werden.

Inhalte
Die Stufen der Gewalteskalation 
Gesprächsregeln und Verhaltensregeln 
Nonverbale und verbale Selbstbehauptungstechnik
Sensibilisierung in der Wahrnehmung von Streitigkeiten auf dem Schulhof 
Die Funktion eines Moderators
Einsatz der Körpersprache, Blickkontakt und Stimme
Übungen und Techniken zum Verhindern und Unterbinden von physischer und psychischer Gewalt


Methoden
Lehrgespräche, Gruppenübungen, Partnerübungen, Einzelübungen, Rollenspiele


Teilnahmebedingungen:
Gewaltprävention für Lehrer 
Dauer:
5 Stunden á 45 Minuten

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